NRT Hamburg / Dichtheitsprüfung

Bei einer Dichtheitsprüfung wird festgestellt, ob die Abwasserkanäle und Leitungen Ihres Grundstücks eventuell Undichtigkeiten aufweisen. Dichtheitsprüfungen sind durch einen anerkannten Fachbetrieb gemäß DIN 1986-30 und nach der optischen Zustandsbewertung gemäß DIN EN 13508 durchzuführen. Bis 2020 müssen laut Wasserhaushaltsgesetz (WHG) alle Hausbesitzer eine Dichtheitsprüfung nach DIN 1986 Teil 30 durchgeführt haben und den Nachweis hierfür gegenüber Ihrem Versorger erbringen. Dieser Nachweis dient dem Umweltschutz, da undichte Grundleitungen eine große Gefahr für den Boden und das Grundwasser darstellen. Wir führen diese Prüfungen für Sie inklusive der erforderlichen Protokolle norm- und fachgerecht durch. Nach einer gründlichen Reinigung durch eine Hochdruckspülung wird mittels einer TV-Inspektionskamera der Zustand der Rohre und Kanäle ermittelt.

Werden Schäden festgestellt, ist eine Dichtheitsprüfung mittels Luft oder Wasser des defekten Rohres über einen bestimmten Zeitraum nötig. In manchen Fällen ist eine Sanierung der Leitung erforderlich, bis die Dichtheit gewährleistet ist. Sollte eine Sanierung Ihrer Leitungen nötig werden, helfen wir Ihnen gerne weiter und beseitigen die Undichtigkeiten fachgerecht.

Rechtliche Situation, Pflichten des Eigentümers

Grundsätzlich haben Leitungen zum Transport von Abwasser gemäß den Bestimmungen des Wasserrechts dicht zu sein. Hierüber hat der Eigentümer einen Nachweis zu erbringen. Als einschlägige Norm wurde 1997 die DIN 1986-30 als technische Betriebsbestimmung für Entwässerungsanlagen nach § 15 Absatz 8 HmbAbwG (Hamburger Abwassergesetz) eingeführt. Diese Norm ist damit verbindlich anzuwenden; sie regelt u. a. die Fristen, bis zu denen Dichtheitsnachweise von den Grundstückseigentümern zu erbringen sind (Bringepflicht nach § 17b HmbAbwG), wobei Wasserschutzgebiete prioritär behandelt werden.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass das Nichtbefolgen dieser Vorschriften als Ordnungswidrigkeit gilt, die mit Bußgeld geahndet werden kann. Sollten über undichte Leitungen Stoffe in den Untergrund gelangen, die zu Boden- oder Grundwasserverunreinigungen führen, kann sich der Eigentümer durch die Verletzung seiner verwaltungsrechtlichen Pflichten sogar strafbar machen.

Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

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